Nach einer erneut defizitären Saison steht das Skigebiet Kranzberg in Mittenwald in Oberbayern kurz vor dem finalen Aus. Erst im Jahr 2024 wurde die Skiliftanlagen-Wurmer-GmbH der Betreiberfamilie Wurmer liquidiert, Im Anschluss kam Hoffnung auf den Erhalt des Skigebietes auf: Mit Unterstützung des Aachener Unternehmerpaars Sabine Tramm-Werner und Ernst August Werner wurde die Familienparadies-Kranzberg-GmbH gegründet und ein abgespeckter Skibetrieb gesichert. Nach einem schwachen Winter 2025/26 nun die Hiobsbotschaft: Das Skigebiet ist am Ende!
Die Betreiberfamilie Wurmer schafft es nicht mehr alleine, wie die TZ berichtet – und fordert die Gemeinde zum Handeln auf. In der Jahreshauptversammlung des örtlichen Skiclubs teilte Klaus Wurmer laut TZ mit: „Nachdem auch der Sponsor seine Unterstützung eingestellt hat, schaffen wir es alleine nicht mehr.“ Das Familienskigebiet Kranzberg habe in der vergangenen Saison lediglich an 60 Tagen geöffnet. Zu wenig, um wirtschaftlich bestehen zu können. „Andauernd auf der Rasierklinge sitzen, das funktioniert nicht mehr“, zitiert die TZ Klaus Wurmer. Familie Wurmer habe den Beschluss, den Betrieb aufzugeben, im Familienrat gefällt. Auch Begründer und Pionier Peppi Wurmer (84), der das Skigebiet jahrzehntelang hauptverantwortlich betrieb, stimmte zu.
Ist das das Ende vom Skifahren in Mittenwald? Noch nicht ganz. Sollte die Gemeinde die notwendigen Mittel aufbringen, um 50 % oder mehr der GmbH zu übernehmen, könnte ein Abbau der Liftanlagen verhindert werden, so Klaus Wurmer. Eine Anfrage der Redaktion von Schneehoehen.de an die Marktgemeinde Mittenwald blieb bisher unbeantwortet – sollten wir noch Antwort und Infos zu den Plänen der Gemeinde erhalten, werden wir den Artikel an dieser Stelle aktualisieren.