Am Gaberl wird künftig kein regulärer Skibetrieb mehr stattfinden. Nach etwa fünf Jahrzehnten mit Liftbetrieb haben die Betreiber entschieden, kein alpines Skifahren mehr anzubieten und die Anlage zu verkaufen. Ausschlaggebend sind vor allem die stark gestiegenen Kosten für die technische Beschneiung bei gleichzeitig rückläufiger Wirtschaftlichkeit.
Nach Angaben von Liftbetreiber Thomas Gauss verschlang die Beschneiung zuletzt einen erheblichen Teil der Einnahmen. Ohne künstliche Schneeerzeugung sei ein verlässlicher Betrieb jedoch nicht möglich. Die finanziellen Belastungen hätten mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das eine Fortführung des Skigebiets nicht mehr zulasse.
Gauss wies in diesem Zusammenhang gegenüber dem ORF auf die schwierige Situation kleiner Skigebiete hin. Viele Wintersportgäste erwarteten heute perfekt präparierte Pisten, was insbesondere auf kleineren Anlagen hohe Investitionen erforderlich mache. Natürlicher Schneefall allein reiche oft nicht mehr aus, um den Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden.
Auch die Gemeinde Maria Lankowitz hätte einen Erhalt des Skibetriebs begrüßt. Bürgermeister Bernd Mara betonte jedoch, dass die notwendigen finanziellen Mittel auf kommunaler Ebene nicht verfügbar seien. Unterstützungsmöglichkeiten seien zwar wiederholt thematisiert worden, eine tragfähige Lösung habe sich jedoch nicht ergeben.
Trotz des Endes des Skibetriebs soll das Gaberl auch künftig als Winterausflugsziel bestehen bleiben. Geplant ist eine stärkere Ausrichtung auf alternative Freizeitangebote wie Winterwandern, Langlaufen und Aktivitäten auf der Kinderwiese. Nach Ansicht der Betreiber bietet die Region genügend Möglichkeiten, den Winter auch abseits des alpinen Skisports zu genießen.