Cookie Consent by Privacy Policies website Erfolgreiche Winterbilanz in der Wintersportarena Sauerland
Technische Beschneiung in der Skiwelt Winterberg © Skiwelt Winterberg/Stephan Peters

Erfolgreiche Winterbilanz der Wintersportarena Sauerland

20.03.2026
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Beständig kalt, arm an Naturschnee: Größere Skigebiete zufrieden, kleinere weniger

Die Wintersport-Arena Sauerland zieht eine differenzierte Bilanz. Zwei erfolgreiche Hochsaisonzeiten sorgten für eine wirtschaftlich wichtige Saison. Während die beständige Kälte den beschneiten Gebieten in die Karten spielte, fehlte den kleineren der Naturschnee. Einige Lifte laufen noch bis zum 12. April. Mit dem Finale des FIS Snowboard-Weltcups wartet zudem noch einer der Saisonhöhepunkte.

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Beständige Kälte half den beschneiten Gebieten

Der Winter 2025/26 war kalt und beständig, aber kein großer Naturschneewinter. Am Kahlen Asten gab es 40 Eistage. Der Januar gehörte zusammen mit 2017 und 2021 zu den kältesten Jahresanfängen der letzten 15 Jahre. Gleichzeitig erreichte die Schneehöhe mit maximal 47 Zentimeter einen durchschnittlichen Wert. Mehr als 20 Zentimeter Schnee lagen an 26 Tagen. Skigebieten mit Beschneiungsanlage kam das sehr gelegen. Sie konnten in mehreren Phasen Schnee produzieren und die beiden Hochsaisonzeiten absichern. Kleine Skigebiete mit wenig oder ohne Beschneiung hatten es deutlich schwerer. Ihnen fehlte der Naturschnee. Die Loipenskigebiete vermissten Naturschnee. Das Skilanglaufzentrum Westfeld hatte mit Beschneiung einen klaren Vorteil.


Zwei Hochsaisonzeiten trugen die Saison


Wirtschaftlich entscheidend sind die beiden Hochsaisonzeiten. Die Weihnachtsferien liefen im Kerngebiet sehr gut. Sehr gut lief auch Anfang Februar mit den dänischen Ferien und den niedersächsischen Zeugnisferien. Ebenso positiv verlief der erste Teil der belgischen und niederländischen Ferien. Im zweiten Teil dieser Ferien lief es wetterbedingt immerhin noch gut. Mit zunehmend frühlingshaften Temperaturen ließ die Nachfrage trotz breiten Angebots und guter Bedingungen etwas nach. Die Gäste vor Ort erlebten in dieser Zeit einen schönen Frühlingsskilauf und waren sehr zufrieden.

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Der Januar schlug die Brücke

Der Januar schlug die Brücke zur zweiten Hochsaison. Der Monat blieb beständig kalt. Die beschneiten Skigebiete bauten in dieser Zeit Schneereserven auf. Damit sicherten sie die zweite Hochsaison im Februar ab.


Unterschiedliche Voraussetzungen, unterschiedliche Bilanz


Die Saison verlief je nach Beschneiungskapazität, Investitionskraft und Besucheraufkommen unterschiedlich. Große Skigebiete konnten die beständige Kälte gut nutzen und über lange Zeit ein breites und hochwertiges Angebot sichern. Mittlere Gebiete profitierten ebenfalls von den stabil kalten Phasen. Zugleich spüren sie den steigenden Kostendruck stärker. Hier machen sich vor allem die Kosten für Schneeproduktion, Energie, Personal, Präparierung und Modernisierung bemerkbar. Kleine Gebiete arbeiten oft flexibler und entwickeln individuelle Strategien. In einem naturschneearmen Winter stoßen sie aber schneller an Grenzen, wenn Beschneiung nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.


Betriebstage allein sagen über die wirtschaftliche Bedeutung wenig aus, eher über die Qualität des Winters. Mittlere Skigebiete kamen in dieser Saison 60 bis 90 Betriebstage. Kleine Gebiete kamen auf bis zu 20 Tage. Allein das Skiliftkarussell Winterberg wird bis zum Saisonende 137 Betriebstage zählen von denen aber mindestens fünf Wochen wirtschaftlich untergeordnete Bedeutung haben.


Langlauf: ordentlich, aber stark vom Naturschnee abhängig


Im Langlauf fiel die Bilanz recht gut aus. Mit maximal 31 Tagen auf Naturschneeloipen übertraf der Winter viele Vorjahre. Mehr Loipentage brachte zuletzt erst wieder der Pandemiewinter 2020/21. Am 11. Januar erreichte das Angebot mit 402 Loipenkilometern seinen Spitzenwert. Ende Januar und Anfang Februar folgte eine weitere starke Phase. Das Skilanglaufzentrum Westfeld nahm dabei eine Sonderrolle ein. Dort sicherte die Beschneiung fast 70 Betriebstage. Der Stadionbereich bleibt dort bis zum 15. März geöffnet.


Starke Signale auch aus dem Leistungssport


Ein weiteres positives Signal senden die Athleten aus der Region. Para-Langläufer Sebastian Marburger vom SK Wunderthausen gewann in diesem Winter mehrere Weltcuprennen, schloss die Saison auf Rang zwei der Weltcup-Gesamtwertung im Para-Langlauf ab und holte bei den Paralympics in Mailand/Cortina Silber im Sprint. Jan Stölben, Mitglied im SK Wunderthausen, unterstrich seine Klasse mit dem vierten deutschen Meistertitel in Serie im Freistilsprint. International erreichte er bei der Tour de Ski in Val di Fiemme als Sechster das Weltcup-Finale. Jan Dragowski vom SC Girkhausen setzte als Nachwuchsathlet ebenfalls ein starkes Zeichen. Er schaffte den Sprung ins deutsche Aufgebot für die Junioren-WM im Skilanglauf in Lillehammer. Wichtige Trainingsmöglichkeiten sichert dabei auch das Skilanglaufzentrum Westfeld. Beispielsweise Sebastian Marburger trainiert in Westfeld, wenn in Wunderthausen keine Trainingsbedingungen vorhanden sind.


Weiter gute Bedingungen


Auch zum Ende der Saison bleiben die Bedingungen gut. Die Schneelage ist stabil. Die Wetterberichte zeigen: Es wird wieder kühler und es zeigt sich die Chance auf etwas Schneefall. Im Skiliftkarussell Winterberg laufen einige Lifte noch bis zum 12. April. Der Winter zeigt damit noch einmal in der Schlussphase.



Veranstaltungen setzen zum Ende der Saison weitere Akzente


Am 21. und 22. März findet im Skiliftkarussell Winterberg am Poppenberg das Finale des FIS Snowboard-Weltcups im Parallelslalom. Das Team-Finale am Sonntag, 22. März, überträgt das ZDF ab ca. 14.55 Uhr live im TV und im Stream.


Übergang in die nächste Saison beginnt


Parallel dazu beginnt in Teilen der Region schon der Übergang in die nächste Saison. Einige Lifte laufen auch im Sommer, beispielweise in den Bikeparks und den Transport von Mountainbikern. Der Bikepark Willingen startet am 28. März. Der Bikepark Winterberg folgt am 24. April. Der Green Hill Bikepark und der Bikepark Olpe-Fahlenscheid haben bereits geöffnet.

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