Nach den meist ergiebigen Schneefällen zum Ende der ersten Januarwoche ist Tauwetter in Deutschland und den Alpenländern eingezogen. Aus Pulver- wurde Nasschnee, aus schönen und viel genutzten Pisten in den vielen kleinen Skigebieten der Mittelgebirge apere Matschflächen. Der Auf- und Abwinter geht weiter: In den kommenden Tagen wird es zwar kälter und die Nächte dürften wieder mehr Frost bringen, neue Schneefälle sind bei einer trockenen Ostlage aber derzeit nicht in Sicht.
Im Schneebericht vom 15. Januar 2026 riskieren wir einen Blick auf die aktuelle Wetterlage und geben einen Ausblick auf die kommenden sieben Tage.
Ergiebige Schneefälle haben im Laufe der zweiten Januarwoche für tolle Bedingungen in den Skigebieten der Alpen gesorgt. In Österreich schneite es oft 20-30 cm, in einigen Nordstaulagen sogar 50-70 cm und mehr. Und so zog es zum Wochenende bei besser werdendem Wetter viele Wintersportler in die Berge. Leider nicht immer mit gutem Ende: Meist erhebliche bis große Lawinengefahr abseits der Pisten führte zu zahlreichen Lawinenabgängen mit mehreren Todesopfern – tragischerweise starben unter anderem ein 12-jähriger Junge im Skigebiet Sportgastein und ein Olympia-Medaillensieger. Ueli Kestenholz (SUI, 50) wurde am 11. Januar oberhalb des Lötschentals von einer Lawine verschüttet und verlor sein Leben. Der Schweizer galt als einer der Snowboard-Pioniere des Landes, gewann in Nagano 1998 Bronze im Riesenslalom und war in den letzten 20 Jahren als spektakulärer Speedrider vor allem in seiner Heimatregion unterwegs. Traurige Nachrichten, die vor allem die Film- und Fotoszene tief erschüttern dürfte. Kestenholz hinterlässt Frau und zwei Söhne.
Ungeachtet der traurigen Nachrichten, insgesamt kamen am Wochenende sieben Wintersportler bei Lawinenunglücken ums Leben, erlebten hunderttausende Skifahrer und Snowboarder ein großartiges Wochenende auf den Pisten. Frischer Neuschnee, meist gutes Wetter, sogar mit Sonnenschein, so stellt man sich den Winter vor. Auch in den Mittelgebirgen, vom Schwarzwald bis in den Harz, die Rhön und das Erzgebirge: Überall freuten sich Gäste wie Liftbetreiber gleichermaßen über die guten Bedingungen und den frischen Neuschnee. Leider ist es damit am Donnerstag nach drei Tagen starken Tauwetters vielerorts wieder vorbei. Die Pisten sind aper, der Schnee weggetaut, zumindest in den meisten Skigebieten ohne technische Beschneiung. Welche Skigebiete in Deutschland aktuell noch geöffnet sind, findet ihr wie immer hier: www.schneehoehen.de/schneehoehen/deutschland
Schneehöhen Deutschland
Schneehöhen Österreich
Schneehöhen Schweiz
Schneehöhen Frankreich
Schneehöhen Italien
In den kommenden Tagen zeigt sich das Wetter in den Alpengebieten sehr unterschiedlich: Während ab Freitag auf der Nordseite der Alpen bei süd-südwestseitiger Strömung oft Föhn und Hochdruckeinfluss vorherrschend ist, stauen sich insbesondere in den Seealpen und den südwestlichen Gebieten des Alpenraums die Wolken und es kann über das Wochenende zum Teil ergiebige Schneefälle geben. In den östlichen Alpenregionen bei zum Teil zähem Nebel am Wochenende recht freundlich und auch noch mild, ab Sonntag dreht der Wind mehr auf östliche Strömung und es dürfte etwas kühler werden. In Tirol, Salzburg oder auch den deutschen Mittelgebirgen mittelfristig kein neuer Schneefall in Sicht.
Detaillierte Infos findet unten in den Diagrammen und Videos (Stand der Daten: 15.01.2026, 12:00 Uhr)!