Das neue Jahr hat in vielen Teilen Deutschlands mit einer zuckrigen Schneedecke gestartet. Nicht nur in den Mittelgebirgen erhielt der Winter Einzug, überraschende Neuschneemengen vor allem in Ost- und Norddeutschland von bis zu 30 cm konnten verzeichnet werden.
Kräftige Minusgrade sorgen dafür, dass der Schnee außerdem liegen bleibt und Jung und Alt auf die Rodelbahnen und Pisten lockt. Die letzten Tage konnten in höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge wie Sauerland oder Harz optimale Bedingungen für Wintersportler verzeichnen: schönstes Wetter und frischer Schnee. Auch im Osten Deutschlands und bei den osteuropäischen Nachbarn sorgen aktuell bis zu 10 cm Neuschnee für Pistenspaß.
Der Blick auf die nächsten Tage verspricht nun erneut kräftige Schneeschauer und kalte Temperaturen, eine Entwicklung, auf die wir im Schneebericht vom 06. Januar 2026 einen Blick werfen wollen.
Mit kalten Temperaturen, bei denen der Schnee liegen bleibt, konnten viele Skigebiete in die Wintersaison starten oder diese fortsetzen.
Die deutschen Mittelgebirge konnten durch die letzten Schneefälle größtenteils in die Saison starten. In den größeren Skigebieten werden nach und nach mehr Pisten geöffnet. So findet ihr im Kleinwalsertal - Oberstdorf bereits 73 befahrbare Pistenkilometer, der Winterberg (27 km) im Schwarzwald und das Skigebiet Willingen (19 km) im Sauerland sind bereits vollständig geöffnet. In den bayerischen Alpen sind unter anderem die Skigebiete auf der Zugspitze, in Ofterschwang, Bolsterlang, Spitzingsee-Tegernsee, Fellhorn (Oberstdorf), auf der Winklmoosalm und in Eschach geöffnet.
Für Wintersportler im Osten Deutschlands lohnt es sich neben den heimischen Skigebieten im Erzgebirge einen Blick auf die osteuropäischen Nachbarn zu werfen. In Sella Nevea / Bovec Kanin und Rogla gibt es Schneehöhen von über 60 cm und mindestens 10 km Piste. Auch Kransjka Gora (11 km) und Cerkjle-Krvavec (10 km) bieten ein größeres Pistenangebot, die Schneehöhen sind mit 30 cm hier jedoch noch etwas dürftig. In den tschechischen Skigebieten wie Cerna Hora, der Spindlermühle oder am Petzer lohnt es sich dafür umso mehr, da sich hier der Schnee auf den Pisten auf bis zu 140 cm türmt!
Auch in den Alpen können sich Wintersportler über zahlreiche offene Pisten bei sonnigem Wetter und bei Schneehöhen auf bis zu 170 cm freuen. In Zermatt sind schon über 200 km Piste geöffnet, in Ischgl und der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental sind ca. 197 km Piste befahrbar, am Arlberg und Warth-Schröcken derzeit rund 178 km. In Sölden sind aktuell 134 km Piste präpariert, in der SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental 213 km, in Serfaus-Fiss-Ladis 147 km und KitzSki sind auch schon 180 km befahrbar.
In den Südwestalpen gab es zwar zuletzt während der Weihnachtsfeiertage Neuschnee, in Kombination mit der Produktion technischen Schnees bieten jedoch auch in Frankreich und Italien zahlreiche Skigebiete bereits ein großes Pistenangebot. In Via Lattea erwarten euch beispielsweise bereits 230 km, der Kronplatz ist vollständig geöffnet und im Les Portes du Soleil sind über 450 Pistenkilometer geöffnet.
Schneehöhen Deutschland
Schneehöhen Österreich
Schneehöhen Schweiz
Schneehöhen Frankreich
Schneehöhen Italien
Während der Mittwoch noch weitgehend sonnig mit nur vereinzelten Schneefällen im Nordosten aufwarten wird, wird es besonders ab Donnerstag spannend. In den Alpen soll es bis zu - 20C° geben, also heißt es sich warm einpacken. Ein Tiefausläufer sorgt erst einmal im Westen und Nordwesten Deutschlands für neuen Schnee, der dank der niedrigen Temperaturen auch liegen bleiben soll.
Am Donnerstag wird dann wieder ganz Deutschland in ein weißes Winterkleid getaucht, wobei sich der Dauerfrost bereits beginnt in den Osten zurückzuziehen. Im Westen und in den Niederungen kann also über den Tag hinweg schon einmal Schneeregen herunterkommen. GFS und ECMWF sind sich jedoch einig: am Nachmittag sorgt ein Tief und ein starker Südostwind für große Schneeverwehungen, stürmisches Wetter und Glätte auf den Straßen.
Das Sturmtief wird erstmal über Frankreich ziehen und erreicht Deutschland dann am Freitag, wodurch erneut Schneeverwehungen und stürmisches Wetter möglich sind. Schnee wird besonders im Osten und Norden Deutschlands, aber auch in Mittelgebirgen wie dem Sauerland oder der Eifel erwartet. Wie stark die Schneefälle sein werden und wie hoch sie liegen bleiben, ist abzuwarten. Insbesondere die Schneeverwehungen können dafür sorgen, dass an einigen Orten sehr viel liegen bleibt, aber eine völlige Verwehung ist ebenfalls möglich. Insbesondere in Baden-Württemberg ist noch sehr unsicher, wie sich das Tief auswirken wird.
Und wie geht es weiter? Hält sich das Winterwetter? Aktuell gehen verschiedene Modelle davon aus, dass die Temperaturen ab Freitag wieder langsam steigen und sich der Dauerfrost in den Osten zurückzieht. Am Sonntag könnte sich der Eisschrank aus Russland öffnen und in Kombination mit neuer Polarluft aus Skandinavien für einen weiteren Schwung Schnee sorgen. Es ist allerdings auch möglich, dass der Eisschrank zu bleibt und wir erstmal auf eine milde Woche blicken. Fest steht, ein großer Sturm kommt und verstärkt erst einmal das Winterwetter. Was danach kommt, wird sich zeigen.
Detaillierte Infos findet unten in den Diagrammen und Videos (Stand der Daten: 06.01.2026, 19:00 Uhr)!
Quelle: https://kachelmannwetter.com/at/modellkarten/euro/deutschland/schnee-akkumuliert.html