Wie groß ist die Auslastung in den Tiroler Skigebieten?

08.02.2021
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Übliche Besucherzahlen bleiben aus

Seit dem 24. Dezember 2020 hat die Mehrheit der Skigebiete in Tirol geöffnet. Doch die üblichen Besucherzahlen in der Wintersaison bleiben aus und ein durchgängiger Betrieb der Bergbahnen bis zum offiziellen Ende der Saison ist ungewiss.

Sesselbahn im Skigebiet Ischgl © TVB Paznaun - Ischgl

Schwere Verluste vor allem in den grenznahen Skigebieten

Aufgrund des Corona Pandemie lief die Skisaison 2020/21 in den Tiroler Skigebieten erst vor sechs Wochen an und einige Bergbahnen blieben aus wirtschaftlichen Gründen ganz geschlossen. Trotzdem ist der Andrang an den verbliebenen Bahnen nicht hoch. Das Fehlen ausländischer Touristen und die geschlossene Hotellerie ist deutlich zu sehen. Allein in der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental werden derzeit lediglich 2.000 bis 3.000 Besucher verzeichnet. Üblicherweise fahren hier mehr als 40.000 Menschen Ski. Über 90 Prozent der üblichen Besucher fehlen dieses Jahr auch in Kufstein und Kitzbühel. Entsprechend sieht es beispielsweise im Skigebiet Ehrwalder Alm und bei den Bergbahnen Lienz aus, hier beherrscht der Mangel an Touristen die Wintersaison. Allein durch die Nutzung der Pisten durch Besucher aus der näheren Umgebung werden die Kasseneinnahmen nicht steigen.

Ungewissheit für die Zukunft

Die Hoffnung liegt auf den laufenden Semesterferien und dem Besuch aus den Ballungszentren Tirols. Je näher ein Skigebiet an den Ballungszentren liegt, desto geringfügiger fällt der Verlust aus. Die Imster Bergbahnen mit ihrer Nähe zur Bezirkshauptstadt, verzeichnen einen Verlust von etwa 40 Prozent der Einnahmen. Dennoch sind die Bahnen im Vollbetrieb und die ortsnahen Besucher nutzen das Angebot großflächig aus. Dass die Weihnachts- und Neujahrszeit eine Leistung für die Einheimischen sein wird, war den Betreibern der Skigebiete bewusst. Doch mit Ende Januar sollte eine gewisse Normalität des Skibetriebes eintreffen, zu der es nicht gekommen ist. Die Zukunft der Angebote in den Skigebieten ist ungewiss. Der Betrieb der Bergbahnen und wie lange die Skigebiete noch geöffnet bleiben werden, hängt von der Entscheidung der Regierung Mitte Februar über die Situation der Hotellerie und der Gastronomie, ab.