Cookie Consent by Privacy Policies website Schuldfrage nach Lawinenunglück von Zürs: Untersuchungen aufgenommen
Winterlandschaft in Lech-Zürs © Lech Zürs Tourismus

Schuldfrage nach Lawinenunglück von Lech-Zürs: Untersuchungen aufgenommen

28.12.2022
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Dramatische Bilder am ersten Weihnachtsfeiertag aus Lech-Zürs: Am Trittkopf löste sich in rund 2500 Meter Höhe eine Lawine, die bis auf die Piste Balmen (Nr. 134) reichte und dort mehrere Wintersportler erfasste. In einer groß angelegten Rettungsaktion wurden glücklicherweise alle zehn vermissten Personen aus Europa und Nordamerika lebend gefunden. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass eine derart große Lawine eine geöffnete Piste erreicht? Dies ist nun Gegenstand von Untersuchungen ...

Video: Lawine erfasst Wintersportler am Trttkopf

Alpinpolizei startet Ermittlungen

Nach dem Lawinenabgang am Sonntagnachmittag (25.12.2022), bei dem insgesamt zehn Personen beteiligt waren, kam am Montagmorgen die erlösende Nachricht, dass alle Verschütteten gefunden und geborgen werden konnten. Die meisten von ihnen wurden nur leicht verletzt, ein deutscher Skifahrer allerdings liegt mit schweren Verletzungen auf der Intensivstation von Innsbruck. Insgesamt waren 200 Helfer und Retter sowie acht Hubschrauber im Einsatz und sorgten für den Erfolg der in vielen Medien als "Weihnachtswunder von Lech" bezeichneten Rettungsaktion.


Am Dienstag liefen aber bereits die Ermittlungen der Alpinpolizei auf Hochtouren. Besonders brisant: Die Piste, auf der die Sportler von der Lawine erfasst waren, war geöffnet und somit von den Bergbahnen freigegeben. Nun muss in einem Verfahren die Schuldfrage und möglicherweise Haftung des Betreibers überprüft werden.

Wer hat Schuld am Unglück?

Der Chef der Vorarlberg Alpinpoilzei, Rainer Fitz, sagte der Nachrichtenagentur DPA, dass es zunächst darum gehe, Auskunftspersonen, Zeugen und Verantwortliche der Liftgesellschaft zu befragen. Sobald wie möglich solle auch die Lawine genauestens vermessen und ihre Beschaffenheit überprüft werden. "Wir tragen alles zusammen, am Ende unserer Arbeit steht eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Feldkirch", sagte Fitz.


Laut ersten Informationen sei am Trittkopf am Morgen des 25. Dezember nach massiven Schneefällen mit mehr als 30 Zentimeter Neuschnee noch gesprengt worden. Anscheinend wurden dabei aber nicht alle Schwachstellen erwischt. Am Unglückstag herrschte in Lech-Zürs Lawinenwarnstufe 3. Ob die Lawine, die die Piste auf einer Länge von 500-600 Metern gegen 15 Uhr am Nachmittag verschüttete, durch eine oder mehrere Personen ausgelöst wurde oder spontan abging, wird ebenfalls untersucht.

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