Zwei der Skigebiete im Stubaital sollen erweitert werden

Investitionen von 35 Millionen Euro sind geplant

Die beiden Skigebiete Schlick 2000 und Elferlifte im Stubaital sollen erweitert werden, unter anderem ist eine neue Zubringerbahn von Neustift aus geplant. Kritik am Projekt kommt vom Österreichischen Alpenverein, der keinen großen Nutzen für die Besucher sieht.

Das Gebiet um die Kaserstattalm und die Kalkkögel im momentanen Zustand
Das Gebiet um die Kaserstattalm und die Kalkkögel im momentanen Zustand © Alpenverein/goldsutten.com

Die Skigebiete sollen enger zusammenrücken

Für das Skigebiet Elferbahnen ist eine Investition von 16 Millionen Euro geplant, es soll eine zusätzliche Mittelstation entstehen. Diese soll nicht nur den Wintersportlern, sondern auch Ausflüglern und dem Sommertourismus zugutekommen.


Bei Schlick 2000 soll für 19 Millionen Euro eine neue Verbindungsbahn aus dem Ort Neustift ins Skigebiet enstehen. Dazu sollen eine neue Talstation im Ort, eine Mittelstation in der Nähe der Kaserstattalm und eine Verbindung zur bestehenden Liftanlage entstehen.


Das Projekt stellt keine Skigebietszusammenschließung dar, nach dem Willen der Betreiber sollen die beiden Gebiete jedoch gemeinsam vermarktet werden und es soll auch einen Skipass geben. Die Talstation der geplanten Schlick 2000-Bahn und die Talstation der Elferlifte lägen rund 800 m auseinander, die Wintersportler sollen über ein kostenloses Bussystem zwischen den Skigebieten transportiert werden.

Österreichische Alpenverein kritisiert Eingriff in die Natur

Kritik an den Plänen äußerte der Österreichischer Alpenverein. Das Projekt sei eine Neuerschließung, da bisher unbetroffene Fläche betroffen seien und bedeute daher eine Zerstörung von wertvollen Naturräumen. Gleichzeitig bringe das Projekt nur einen geringen zusätzlichen Nutzen für die Wintersportler. Außerdem kritisierte der ÖAV den zusätzlichen Verkehr im Ort Neustift, den die neue Verbindungsbahn bringen würde.

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