Freitag und Samstag Schneenachschub in den nördlichen Alpenregionen

26.01.2022
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Recht milde Temperaturen haben in den meisten Mittelgebirgen Deutschlands die Wintersportbedingungen in den letzten Tagen verschlechtert. Insbesondere in den beliebten Urlaubsregionen Harz, Thüringer Wald und Sauerland kann man nur noch in wenigen Skigebieten alpin Skifahren. Etwas besser sieht es im Schwarzwald und im Erzgebirge aus. Am nördlichen Alpenrand sind die Bedingungen gut – und hier kann man sich in den kommenden Tagen auch auf neuen Schneefall freuen.


Wie die Schneelage derzeit in den Mittelgebirgen und im Alpenraum ist und wie das Skiwetter in den kommenden Tagen wird, das lest ihr hier im Schneebericht vom 26. Januar 2021!

Mittelgebirge: „Ski gut“ nur noch in wenigen Skigebieten

In den Mittelgebirgen Deutschlands sind die Ski-Bedingungen derzeit sehr unterschiedlich. Im Harz sind fast alle Skigebiete wegen Schneemangels geschlossen, lediglich am Wurmberg kann man aktuell noch Ski fahren. Zwar sind noch einige Loipen gespurt, für die Pistenpräparierung reicht es meist aber nicht mehr. Ähnlich ist die Lage im Thüringer Wald (offene Lifte findet ihr unter anderem noch in Schmiedefeld, Heubach und Oberhof) und in der Rhön, wo man noch auf der Wasserkuppe ordentliche Bedingungen vorfindet. Im Sauerland mussten mehrere Skigebiete zunächst wieder schließen, darunter das Skigebiet am Homberg/Züschen oder am Eschenberg. Mit etwas Schneefall und technischer Beschneiung in den nächsten Tagen könnten aber viele Skigebiete wieder aufsperren. Ein gutes Lift- und Pistenangebot im Sauerland können dank ihrer leistungsstarken Beschneiungsanlagen noch das Skikarussell Winterberg, das Skigebiet Willingen, Neu- und Altastenberg bieten.


Auch im Schwarzwald, Erzgebirge und im Bayerischen Wald sind es vor allem die höhergelegenen Skigebiete, die aktuell das Skifahren ermöglichen können. Rund um den Feldberg sind etwa 80% der Liftanlagen in Betrieb. Im Bayerischen Wald ist die Schneelage gut, die Lifte sind unter anderem am Arber, in Bischofsreut, in Grainet oder St. Englmar geöffnet. Etwas Neuschnee hat es in den östlichen Mittelgebirgen am 26. Januar sogar auch gegeben, ein paar wenige Zentimeter fielen im Erzgebirge als auch im Bayerischen Wald.

Alpen: Der Westen wartet auf Schnee, der Norden bekommt ihn

Seit gut zwei bis drei Wochen hat es in den westlichen Alpenregionen (insbesondere den französischen Alpen) sowie im Süden nicht mehr geschneit – und so wartet man sehnsüchtig auf weitere Schüttelaktionen von Frau Holle. Die nähert sich aber in den kommenden Tage wieder mal von Nordwesten und bringt Schneefälle vor allem vom Berner Oberland bis an den östlichen Alpenrand. Der Westen und Süden wird wieder nichts abbekommen, aber dazu mehr unten im Wetterausblick.


Trotz des fehlenden Neuschnees sind die Pistenbedingungen dank der ordentlichen Grundlage aus den Wochen zuvor in Italien, Frankreich und der Westschweiz durchaus noch gut. Bis zu 170cm Schnee liegen im Wallis, allerdings ist die durchschnittliche Schneehöhe deutlich geringer und die Schneehöhen liegen unter dem Mittel der vergangenen Jahre. In Frankreich und Italien sind die Möglichkeiten für Pistenskifahrer derzeit sehr gut, wer gerne Freeride-Abenteuer unternimmt, der sollte damit lieber noch bis zum nächsten Neuschnee warten. Den gab es zuletzt am vergangenen Wochenende, allerdings in den nördlichen Alpenregionen bzw. am Alpenhauptkamm von Graubünden bis in die östliche Steiermark. Im Zillertal kam bis zu ein halber Meter Neuschnee von oben, die Schneefälle wirbelten auch den Zeitplan der Hahnenkammrennen in Kitzbühel ordentlich durcheinander – in dichtem Schneetreiben mussten sich am Samstag die Slalomfahrer den Ganslern-Hang hinunterkämpfen, das 82. Hahnenkammrennen wurde auf Sonntagmittag verschoben, als die Schneefälle langsam abgeklungen waren. Meist fiel in den Skigebieten Tirols und Salzburgs, aber auch in den bayerischen Alpen, 20-30cm Neuschnee.


Hier ein paar Eindrücke von den Schneefällen am vergangenen Wochenende:





Alle Schneefälle in den offenen Skigebieten findet ihr wie gewohnt hier.

Wetterausblick: Schneefall am Freitag und Samstag, Fokus Nordalpen

Das kräftige Hoch über Frankreich schwächt sich ab Donnerstag langsam ab und von Nordwesten strömen feuchte Luftmassen Richtung Alpen. Das Wetter ist schon am Donnerstag nicht mehr so ungetrübt wie in den letzten Tagen, doch erst am Abend beginnt es zu schneien. Die Schneefallgrenze liegt dabei zunächst noch relativ hoch, sinkt im Laufe der Nacht Richtung 700-800 Meter ab. Bis Freitagmorgen dürfte in den Bergen 10-15cm Neuschnee fallen, und zwar vom Berner Vorland bis zum Wienerwald. Auch am Freitag weiter Schneefall, der zwar in den Westalpen nur ganz schwach ist, sich aber über den Alpenhauptkamm bis auf die italienische Seite der Alpen ausbreitet. Insgesamt dürfte in den Staulagen und inneralpin 30-40cm Neuschnee bis zum Samstag fallen, ansonsten 10-20cm. Dabei ist es sehr windig und das Bergwetter nicht gerade einladend. Vorsicht: Neuschnee + Wind = große Lawinengefahr!


Am Wochenende leichte Wetterbesserung, aber es bleibt stürmisch und ungemütlich. Erst am Sonntag Wetterberuhigung, bevor die Vorhersagen für Anfang Februar erneut mit ergiebigen Schneefällen rechnen!


Noch ein paar Worte zu den Mittelgebirgen: Es wird insgesamt in Deutschland sehr windig in den kommenden Tagen. Die Tiefdruckausläufer bringen im Harz, Sauerland, aber auch im Schwarzwald und Frankenwald etwas neuen Schnee, vor allem in der Nacht zum und am Freitag, aber auch am Wochenende gibt es immer wieder Niederschlag. Nach Stand der Dinge werden aber nicht mehr als 10-15cm Neuschnee hinzukommen, und das auch nur oberhalb von 600 Metern. Tiefer Winter im Flachland ist derzeit nicht im Sicht!


Noch ausführlichere Informationen zum Alpenwetter der kommenden Tage findet ihr hier!

Meteogramm, (GFS-Modell) Gstaad (SUI), Innsbruck (AUT), Winterberg (GER)

Aktuelle Wetter-Videos

Schneehoehen.de: Niederschläge der kommenden Tage

Windy.com: Niederschläge der kommenden Tage (ECMWF-Modell)

Windy.com: 3-Tage-Schneefallvorhersage (ECMWF-Modell)

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